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BABY UND KIND


Atemnot bei Säuglingen
 

Dr. Carolina Toepfer, 
Dr. Peter Voitl

 

  Was ist Atemnot?

Atemnot drückt sich im Gefühl aus, zu wenig Luft zu bekommen und verstärkt atmen zu müssen. Die Atemnot ist davon abhängig, wie effektiv der Gasaustausch in der Lunge ist und wie gut der Atemapparat diesen Gasaustausch aufrechterhalten kann. Ein Beispiel ist auch die erhöhte "Atemarbeit" bei Asthma.

 

  Welche Ursachen hat plötzliche Atemnot?

  • Verlegung oder Verengung der Atemwege, z. B. durch Verschlucken eines Fremdkörpers, durch einen Insektenstich in den Mund, durch das Krupp-Syndrom (so genannter Pseudo-Krupp) oder durch Kehldeckelentzündung 

  • Erkrankung der Lunge, z. B. Lungenentzündung, Entzündung der kleinen Bronchien (Bronchiolitis), Keuchhusten, Lungenverletzung, Asthma 

  • Vermindertes Sauerstoffangebot, z. B. durch Vergiftung oder Ertrinken 

  • Herzversagen, z. B. angeborener Herzfehler

Es gibt auch eine chronische (langandauernde) Atemnot

Bei angeborenen Herzfehlern oder lange andauerndem Asthma kann sich der Körper an den Zustand der Atemnot gewöhnen und das Kind hat scheinbar keine Beschwerden. Es hat aber auch keine Reserven, d. h. ein banaler Infekt kann schon genügen, um ernsthafte Schwierigkeiten zu verursachen.

 

  Welche Anzeichen weisen auf Atemnot hin?

  • Rasche Atmung 

  • Nasenflügeln (Mitbewegung bei jedem Atemzug) 

  • Atemabhängige Einziehungen zwischen und unterhalb der Rippen

  • Bläulich-gräuliche Hautfarbe, vor allem der Lippen und der Fingernägel 

  • Eventuelle Atemnebengeräusche wie Pfeifen, Rasseln, Keuchen

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • Sprechen Sie beruhigend mit dem Kind.

  • Öffnen sie beengende Kleidung. 

  • Sorgen Sie für Frischluftzufuhr. 

  • Versuchen Sie, wenn möglich, die Ursache der Atemnot zu beheben, indem Sie z. B. den Fremdkörper entfernen. 

  • Tragen sie den Säugling in aufrechter Haltung auf dem Arm oder lagern Sie ihn mit erhöhtem Oberkörper.

  • Rufen Sie so bald wie möglich den Notarzt.

  • Wenn nötig (im Fall von Bewusstlosigkeit) mit der Wiederbelebung beginnen

 

Erste-Hilfe-Rufnummern

Notruf der Rettung: 144
Ärztenotdienst: 141
Notruf der Polizei 133
Notruf der Feuerwehr 122
Vergiftungszentrale 406-43-43

Letzte Aktualisierung: August 2000