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HEALTH CENTER: Verhütung

Hormonelle Verhütung im Vergleich

Methode
Wirkweise Sicherheit Vorteile Nachteile Sonstiges

Die Pille enthält die Hormone Östrogen und Gestagen.

Sie verhindert den Eisprung, erschwert die Einnistung der befruchteten Eizelle und das Eindringen der Spermien in die Gebärmutter.

Pearl-Index
0,1 - 0,9

hohe Sicherheit

einfache und diskrete Anwendung

gute Zyklusregulierung

Abnahme von Regelschmerzen

tägliche Einnahme

mögliche
Nebenwirkungen wie Thrombosen (vor allem bei Raucherinnen) und Gewichtszunahme


bei Durchfall und Erbrechen keine ausreichende Sicherheit

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten (v.a. Antibiotika und Antiepileptika) möglich

Pille: Einphasen-
Präparat
Das Präparat enthält ein Östrogen und ein Gestagen in immer gleicher Dosierung. Pearl-Index
0,1 - 0,9
siehe Pille siehe Pille

Menstruations-
verschiebung möglich

sehr einfache Anwendung

Pille: Zweiphasen-
Präparat
Das Präparat enthält ein Östrogen in immer gleicher Dosierung, ab dem achten Tag zusätzlich ein Gestagen Pearl-Index
0,1 - 0,9
siehe Pille siehe Pille

Reihenfolge der Einnahme muss beachtet werden

Pille:
Zwei- oder Dreistufen-
Präparat

Das Präparat enthält ein Östrogen und ein Gestagen in wechselnder Zusammensetzung Pearl-Index
0,1 - 0,9
Orientierung am natürlichen Zyklus der Frau siehe Pille


Menstruations-
verschiebung nicht möglich

Reihenfolge der Einnahme muss beachtet werden

Minipillen


Die Minipille enthält lediglich ein Gestagen.

Sie verhindert den Eisprung und erschwert das Eindringen der Spermien in die Gebärmutter.

Pearl-Index
0,14 - 0,4


keine Nebenwirkungen durch Östrogen

Abnahme von Regelschmerzen

keine uhrzeitgenaue Einnahme notwendig

tägliche Einnahme

häufige Zwischenblutungen

bei Durchfall und Erbrechen keine ausreichende Sicherheit


Die Minipille enthält lediglich ein Gestagen.

Sie behindert die Eireifung und den Eisprung und erschwert das Eindringen der Spermien in die Gebärmutter.

Pearl-Index
0,5 - 3

keine Nebenwirkungen durch Östrogen

Abnahme von Regelschmerzen

tägliche, uhrzeitgenaue Einnahme

häufige Zwischenblutungen

bei Durchfall und Erbrechen keine ausreichende Sicherheit

 

andere hormonelle Verhütungsmittel


Die Spritze enthält ein Gestagen.

Sie behindert die Eireifung und den Eisprung, erschwert das Einnisten der befruchteten Eizelle und das Eindringen der Spermien in die Gebärmutter.

Pearl-Index
0,3 - 1,4

wirkt über drei Monate hinweg

keine Nebenwirkungen durch Östrogen

Abnahme von Regelschmerzen

Blutungsstörungen

auch bei Nebenwirkungen nicht absetzbar

E
ine gewollte Schwangerschaft tritt nach dem Absetzen oft erst mit deutlicher Verzögerung ein.

wird in den Oberarm- oder Gesäßmuskel verabreicht
Das Stäbchen enthält lediglich Gestagen.

Es behindert den Eisprung und erschwert das Eindringen der Spermien in die Gebärmutter.

Pearl-Index
0 - 0,08


besonders hohe Sicherheit

Wirkdauer etwa drei Jahre

keine Nebenwirkungen durch Östrogen

Abnahme von Regelschmerzen

Blutungsstörungen 

Einsetzen durch den Facharzt oder die Fachärztin

mögliche Narbenbildung am Oberarm

wird am Oberarm unter die Haut eingesetzt

Entfernung nach spätestens drei Jahren

Kombination aus Spirale und hormoneller Verhütung mittels Gestagen

 

Pearl-Index
0,16


Wirkdauer etwa fünf Jahre

niedrige Hormon-Konzentrationen außerhalb der Gebärmutter

keine Nebenwirkungen durch Östrogen

Abnahme von Regelschmerzen

Blutungsstörungen

Fremdkörper in der Gebärmutter

Einsetzen und regelmäßige Kontrolle durch Facharzt oder Fachärztin notwendig

Bei Fehlbildungen, Vorfällen und großen Myomen der Gebärmutter ist keine Anwendung möglich.


Der Vaginalring wird in die Scheide eingeführt und gibt dort Östrogen und Gestagen ab.

Er verhindert den Eisprung, erschwert die Einnistung der befruchteten Eizelle und das Eindringen der Spermien in die Gebärmutter.

Pearl-Index
0,4 - 0,65

Anwendung einmal monatlich

niedrige Hormon-Konzentration im Körper

Abnahme von Regelschmerzen

mögliches Fremdkörpergefühl während des Geschlechtsverkehrs

mögliches Herausgleiten des Vaginalrings

Einsetzen durch die Anwenderin

erschwerte Anwendung bei Gebärmuttervorfall, Einstülpung von Blase oder Mastdarm in die Scheidenwand


Das Pflaster gibt ein Östrogen und ein Gestagen ab.

Es verhindert den Eisprung, erschwert die Einnistung der befruchteten Eizelle und das Eindringen der Spermien in die Gebärmutter.

Pearl-Index
0,72 - 0,9

Anwendung einmal wöchentlich

gute Zykluskontrolle

auch bei Magen-Darm-Problemen anwendbar

wenig diskret, da Pflaster gut sichtbar

mögliche Hautreizungen

Pro Zyklus klebt die die Anwenderin drei Pflaster auf Oberarm, Bauch oder Rücken.


Pearl-Index:
Zahl der ungewollten Schwangerschaften, die auftreten, wenn 100 Frauen ein Jahr mit dieser Methode verhüten.

Quelle: Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe: Empfängnisverhütung. AWMF-Leitlinienregister Nr. 015/015 (Stand 05/2008)

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