KRANKHEITEN
Scharlach bei Kindern >>> Zum Health Center Dermatologie
Was ist Scharlach? Scharlach ist eine Infektionskrankheit mit bestimmten Bakterien, so genannten Streptokokken. Da mehrere Streptokokken-Arten Scharlach verursachen können, ist es möglich, mehrmals an Scharlach zu erkranken. Die Krankheit befällt in erster Linie Kinder, sie kann jedoch Menschen jeden Alters treffen.
Wie wird Scharlach übertragen? Die Streptokokken werden durch Tröpfcheninfektion, also durch Niesen, Husten und Sprechen, in seltenen Fällen auch durch Schmierinfektion, übertragen. Zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit (Inkubationszeit) liegen nur zwei bis vier Tage. Am häufigsten sind Vorschul- und Schulkinder während der Wintermonate betroffen. Wird das kranke Kind mit Antibiotika behandelt, besteht schon zwei Tage nach der ersten Einnahme keine Infektionsgefahr mehr. Ohne Behandlung mit Antibiotika können sich andere Kinder oder Erwachsene drei bis vier Wochen nach den ersten Krankheitszeichen immer noch anstecken.
Was sind die Anzeichen für Scharlach?
Wie stellt der Arzt die Diagnose? Gehen Sie mit Ihrem Kind sofort zum Arzt, wenn Sie vermuten, dass es an Scharlach erkrankt ist. Der Arzt stellt die Diagnose auf Grund des Krankheitsbilds und eines Abstrichs aus dem Rachenraum. Es ist - mit einiger Latenz - auch möglich, Streptokokken-Antikörper im Blut nachzuweisen.
Wie wird Scharlach behandelt? Der Arzt behandelt Scharlach mit einem Antibiotikum, in der Regel mit Penicillin, das das Kind über mehrere Tage einnehmen muss. Um Folgekrankheiten auszuschließen, sollte Ihr Kind zur Kontrolle nochmals zum Arzt gehen.
Welche Komplikationen können auftreten? Ein Kind, das nicht ausreichend mit Antibiotika behandelt wurde, kann zwei bis drei Wochen nach der Krankheit schwere Erkrankungen von Herz, Nieren oder Gelenken entwickeln, die zu lebenslangen Dauerschäden führen können. Prognose Der Krankheitsverlauf ist in der Regel gutartig. In den meisten Fällen haben Kinder die Krankheit nach einer Woche überstanden. Wird das Kind sofort mit Antibiotika behandelt, tritt der Hautausschlag meist nur sehr kurze Zeit auf. Das Risiko von Folge-Erkrankungen sinkt deutlich. Ratschläge
Autoren: Dr. Petra Kraml, Dr. Peter Voitl letzte Aktualisierung: Mai 2004
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