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Sonnenbrand

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Ein Sonnenbrand ist eine sichtbare Entzündungsreaktion der Haut, die durch UV-Strahlung ausgelöst wird. Sie tritt dann auf, wenn die Haut einer für sie zu intensiven Sonnenbestrahlung ausgesetzt ist. 

Für die Entstehung eines Sonnenbrandes sind sowohl äußere (Intensität der Sonneneinstrahlung, klimatische Bedingungen) als auch individuelle Faktoren bestimmend. Ein Sonnenbrand tritt rund drei bis sechs Stunden nach der Strahleneinwirkung - mit einem Maximum nach zwölf bis 24 Stunden - auf und klingt nach zwei bis fünf Tagen wieder ab.


Wie entsteht ein Sonnenbrand?

Sonnenbrand entsteht unter natürlichen Bedingungen hauptsächlich durch die Wirkung von UVB-Strahlen. 

Aber auch UVA-Licht verstärkt die Wirkung von UVB und kann in hohen Dosen einen Sonnenbrand verursachen. Die energiereichsten UV-Strahlen, UV-C, sind die wirksamsten Verursacher von Sonnenbrand. Sie kommen aber an der Erdoberfläche nicht vor, sondern werden von der Ozonschicht der Atmosphäre fast vollständig herausgefiltert, wohl aber werden sie von "Höhensonnen" abgegeben.

Ist die Bestrahlungsdosis für die Pigmentierung der Haut zu hoch, kommt es zu einer Entzündungsreaktion, die einer Verbrennung entspricht. Es werden vermehrt Botenstoffe (wie Histamin, Prostaglandine, Interleukine und Serotonin) freigesetzt, die durch Erweiterung der Blutgefäße eine Rötung und Schwellung der Haut sowie Jucken und Brennen auslösen. Bei einem schweren Sonnenbrand kann die Oberhaut im betroffenen Gebiet völlig zerstört werden

 
Was sind die Anzeichen eines Sonnenbrands?

Die Hautveränderungen sind scharf auf die sonnenbestrahlten Hautbezirke begrenzt. Wie bei einer Verbrennung wird die Schwere des Sonnenbrands in drei Grade eingeteilt:

  • Grad 1: Rötung, Brennen und Juckreiz
  • Grad 2: zusätzlich Blasenbildung
  • Grad 3: weitgehende Zerstörung der Oberhaut der betroffenen Stellen, flächige Ablösung der Haut, oberflächliche Nekrose der Dermis

 


Wie behandelt man einen Sonnenbrand?

1. Bei Sonnenbrand ersten Grades helfen:

  • Kühlende Umschläge, Lotionen oder Gels
  • Zusätzlich können entzündungshemmende und schmerzstillende Tabletten (nicht-steroidale Antiphlogistika) eingenommen werden.
  • Bei stärkeren Beschwerden ist auch die lokale Anwendung von Kortisonpräparaten möglich (die Wirksamkeit ist wissenschaftlich noch nicht nachgewiesen)
  • Bei Sonnenbrand sollte bis zur Abheilung Sonnenkarenz eingehalten werden, um körpereigene Reparaturvorgänge an der geschädigten Erbsubstanz zu ermöglichen.

2. Sonnenbrand zweiten Grades:

  • Es sollte hier ein Arzt aufgesucht werden, die Behandlung erfolgt wie oben, zusätzlich können die Brandblasen steril punktiert werden.

3. Bei Sonnenbrand dritten Grades ist die Behandlung in einem Krankenhaus notwendig.

  • Es werden Infusionen mit Kortikoiden (Kortison) und
  • Antibiotika gegeben.
  • Bei größerer Ausdehnung der Verbrennung müssen die Flüssigkeit und die Mineralsalze im Blut kontrolliert und nötigenfalls durch Infusionen ersetzt werden

 
Was können Sie selbst tun, um einen Sonnenbrand zu verhindern?

Verwenden Sie Sonnenschutzprodukte, die Ihrem Hauttyp und dem jeweiligen UV-Index angepasst sind.

  • Sonnenschutzprodukte müssen UVA und UVB wirksam sein.
  • Meiden Sie die Mittagssonne (50 Prozent der UV-Tagesgesamtdosis werden zwischen elf und 14 Uhr gemessen)
  • Die Zufuhr von größeren Mengen Beta- Carotin, einer Vorstufe des Vitamin A, führt zu einer Speicherung dieser Substanz in der Haut, was aber die Empfindlichkeit sonnenexponierter Haut nur geringfügig vermindert. Eine Wirkung tritt erst nach sechs bis acht Wochen ein. Beta-Carotin wird auch in der Therapie der Lichtempfindlichkeit bei einer seltenen Stoffwechselkrankheit (Erythropoetische Protoporphyrie) eingesetzt.


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Autor: Prof. Dr. Gerhard Tappeiner

Letzte Aktualisierung: Juni 2004