Laktat-Dehydrogenase (LDH)
Die Laktat-Dehydrogenase (LDH) kommt in fast allen Gewebe-Arten vor und ist daher zunächst ein unspezifischer Parameter, der bei einer Vielzahl von Erkrankungen erhöht sein kann.
Wann wird LDH bestimmt?
Bei einem Herzinfarkt steigt der LDH-Wert nach sechs bis zwölf Stunden an und erreicht nach 24-60 Stunden seinen höchsten Wert. Es kommt vor allem zu einem prozentualen Anstieg des Unterenzyms LDH1. Das Verhältnis von LDH zu LDH1 ist bei einem Herzinfarkt kleiner als 1,3. Die Werte normalisieren sich erst nach ein bis zwei Wochen wieder, daher dient LDH1 vor allem der Spätdiagnostik eines Herzinfarkts.
Wie wird LDH bestimmt?
Für die Bestimmung ist Blutserum (s. Blutuntersuchung) erforderlich, das innerhalb einer Stunde zentrifugiert werden sollte, um eine Erhöhung der Werte durch das in den roten Blutkörperchen vorhandene LDH zu verhindern. Die LDH lässt sich in fünf Unterenzyme aufteilen. LDH5 findet man in der Skelettmuskulatur vor. LDH1, auch HBDH genannt, kommt nur in den Herzmuskelzellen und in den roten Blutkörperchen vor.
Aufgrund einer
österreichweit durchgeführten technisch-analytischen Umstellung im
bereich der Klinischen Chemie ergeben sich folgende Änderungen der
Referenzbereiche. Die geänderten Referenzwerte gelten seit 21. März 2003
|
Referenz- / Normalwerte |
| |
SI-Einheit |
| Frauen
& Männer |
<
243 U/l (alt: < 240 U/l) |
| bis
2 Jahren |
<
430 U/l |
| bis
12 Jahren |
<
295 U/l |
| >
60 Jahren |
<
210 U/l |
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Wann ist LDH zu hoch?
- Herzinfarkt (Anstieg der Blutwerte nach 6-12 Stunden, Höchstwerte nach 24-60 Stunden)
- Herzmuskelentzündung (Myokarditis)
- Lungenembolie
- Leber- und Gallenerkrankungen
- Bluterkrankungen (Vitamin-K-Mangelanämie, hämolytische Anämien)
- Tumoren
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Autorin: Dr. med. Iris Hertle
Redaktion: Oliver Maric
Letzte Aktualisierung: Jänner 2001