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Was sind die Anzeichen einer Essstörung?

Eine der wesentlichen Fragen im Zusammenhang mit Essstörungen ist natürlich, an welchen Anzeichen Angehörige und Freunde eine drohende bzw. beginnende Essstörung erkennen können.

Bei der Magersucht (Anorexie) ist es relativ einfach: Man merkt schnell, dass die Betroffenen fast völlig mit dem Essen aufhören und in familiären Situationen dann auch nicht mehr am gemeinsamen Essen teilnehmen. Das fällt in der Regel schon auf, bevor sich ein Untergewicht einstellt. Die darauf folgende Gewichtsreduktion verläuft zumeist recht dramatisch und schnell.
Bei der Bulimie ist das Erkennen von außen schwieriger, weil diese Krankheit üblicherweise vor den Angehörigen versteckt wird. Diese wissen oft gar nichts von den Essanfällen und vom erzwungenen Erbrechen. Allerdings merkt man auch hier manchmal eine Veränderung der Essgewohnheiten. Die Betroffenen essen nicht mehr mit den anderen Familienangehörigen, oder sie essen manchmal auch besonders große Mengen. Ein weiteres Merkmal besteht darin, dass man in der Umgebung der bulimischen Patientinnen oft Packungen von Abführ- oder Entwässerungsmitteln findet. Auch ein leergeräumter Kühlschrank ist ein Kennzeichen, auf das man achten sollte. Manche Bulimikerinnen kaufen sich ihre Nahrungsmittel allerdings auch selbst.

Einführung Ursachen Diät als Warnsignal Behandlung

 

Dieser Artikel beruht auf einem Gespräch mit Univ.-Prof. Dr. Martina De Zwaan, Universitätsklinik für Psychiatrie, Wien. Das Gespräch führte Dr. Norbert Hasenöhrl.

Autor: Dr. med. Norbert Hasenöhrl

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Letzte Aktualisierung: Oktober 2000