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Was soll ein sportmedizinischer Check beinhalten?
Prof. Paul Haber
Sie besteht einerseits aus der Erfassung allfälliger bestehender Erkrankungen und laufender Behandlungen, andererseits aus der bisherigen sportlichen Tätigkeit und dem regelmäßigen Training.
Damit die Ergometrie auch für die sportmedizinische Beratung geeignet ist, muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die Belastung bis zur subjektiven Erschöpfung geführt wird. Bei manchen leistungssportlichen Fragestellungen ist auch die zusätzliche Bestimmung des Blutlaktatspiegels sinnvoll (keineswegs generell). Im Rahmen der Ergometrie werden auch der Blutdruck und das Belastungs-EKG auf krankhafte Veränderungen untersucht (z. B. zu hoher Blutdruck bei Belastung oder Zeichen einer Verengung der Herzkranzgefäße im EKG).
Z. B. blutchemische Untersuchungen zur Funktion von Leber, Nieren, Fett-, Zucker- und Elektrolytstoffwechsel, EKG und Spirogramm. Diese Untersuchungen sind aber nicht eigentlich sportmedizinisch und können daher von jedem praktischen Arzt oder Internisten als Vorsorgeuntersuchung durchgeführt werden. Weiterführende Untersuchungen (z. B. Echokardiographie oder Röntgen) sind nur bei medizinischer Begründung erforderlich. Aus einer solchen Vorsorgeuntersuchung kann allerdings die Empfehlung für körperliche Bewegung und Gewichtsreduktion resultieren, die dann die Punkte 1 und 2 erforderlich macht. Dies kann vom gleichen Arzt durchgeführt werden, wenn er die entsprechende sportmedizinische Kompetenz hat, aber auch von einem anderen, entsprechend ausgebildeten Sportmediziner.
Dies erfolgt auf der Basis des Ergebnisses der Ergometrie. Die individuelle Leistung wird mit einem Normalwert verglichen, der mittels Tabellen aus Geschlecht, Größe, Gewicht und Alter abgeleitet wird. Der Trainingszustand wird daher in Prozent angegeben: z. B. 130 Prozent oder nur 85 Prozent des Normalwerts. Mit dem Trainingszustand kann beurteilt werden, ob die Kondition für persönliche Vorhaben und Ziele ausreichend ist (z. B. für eine Marathonzeit unter vier Stunden, für eine Trekkingtour oder für eine optimale Gesundheitsvorsorge).
Falls das Training methodische Fehler aufweist oder insgesamt zu viel ist, so ist der Trainingszustand deutlich schlechter, als er auf Grund des Trainings zu erwarten wäre. Dies kann durch den Vergleich des bisherigen Trainings mit dem gemessenen Trainingszustand abgeschätzt werden. In solchen Fällen kann das Training durch entsprechende Beratung optimiert werden.
Es enthält die persönliche Trainingsherzfrequenz, Angaben zum individuell angemessenen Trainingsumfang für den Beginn des Trainings sowie die systematischen Steigerungen des Trainingsumfangs bis zum Erreichen des persönlichen Trainingsziels. Dies kann ein mehrmonatiges oder sogar mehrjähriges Programm sein.
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Die Befragung (Anamnese)